Unsere erste Bemusterung: Sanitär-Objekte

Heute stand unsere erste Bemusterung an. Wir hatten einen Termin bei einem großen Sanitärfachhändler in Balingen. Wir hatten uns vorab schon Gedanken gemacht und wussten, dass es schwierig wird. Die Beratung war freundlich, aber wir fühlten uns irgendwie etwas eingeschränkt in unserer Auswahl. Entweder das oder das. Dabei gibt es noch so viele andere, teils auch deutlich günstigere Alternativen…nur eben nicht in der Ausstellung.

So sind wir die einzelnen Objekte durchgegangen und haben uns mit mehr oder weniger Begeisterung festgelegt. Es wird ja erst mal ein Angebot erstellt  – was man dann letztendlich wirklich nimmt, kann man später noch entscheiden.

Als wir dann das Angebot bekommen haben, lagen wir weit…sehr weit…über dem Budget aus unserem Denkinger Bauvertrag.

Das lag nicht zuletzt auch daran, dass hier tatsächlich die UVP der Hersteller verlangt wird, die weit über dem aktuellen Marktpreis liegt. So zahlt man hier für einen Doppelwaschtisch eben schnell mal 2500€ für denselben Waschtisch, den man über den Onlinehandel für rund 1000€ günstiger bekommt. So summiert sich das sehr schnell zu enormen Beträgen. Natürlich kostet so eine Ausstellung und Beratung Geld. Aber wenn man das zusammenrechnet was man hier für ein komplettes Bad (oder 2 in unserem Fall)  dafür mehr bezahlt als anderswo, muss man sich ernsthaft überlegen ob das so richtig ist.

In diesem Zusammenhang ist uns auch negativ aufgefallen, dass in dem Angebot keine genauen Bezeichnungen genannt werden. Keine Hersteller, keine Bezeichnungen, nichtmal für die Armaturen. Man kauft hier sprichwörtlich die Katze im Sack. Damit will man wohl verhindern, dass der Kunde die Preise vergleichen kann.

Fazit: Badbemusterung ist mehr Ärgernis als Vergnügen. Wir werden wohl einiges selber besorgen und montieren müssen, da der Installateur nur das montiert was man über ihn kauft.

3D Simulationen

Heutzutage gibt es ja unzählige 3D Hausplaner, mit denen man schon während der Planung virtuell durch’s Haus gehen kann. Ich habe ein paar davon ausprobiert und dann letztendlich in Google’s SketchUp sowie in SweetHome3D unser Haus gezeichnet.

In SketchUp kann man sehr detailliert zeichnen, aber das dauert seine Zeit. In SweetHome3D wird nicht so sehr auf’s Detail geachtet, aber man hat extrem schnell ein wirklich hilfreiches Ergebnis und auch eine gute Auswahl an 3D Objekten hat, mit denen man die Räume schonmal gedanklich einrichten kann. Nur die Dachschrägen sind nicht so einfach und nur mit mehr Aufwand zu erreichen.

In beiden Varianten kann man die Räume virtuell begehen, als ob man durch das Haus läuft. Für die Planung war das sehr hilfreich.

Hier ein paar Bilder in SketchUp:

Und ein paar mit SweetHome3D:

Die Suche nach dem perfekten Haus

Wir waren anfangs noch komplett unentschlossen ob es denn nun ein Fertighaus oder ein Massivhaus werden sollte. Es sollte auf jeden Fall schnell und zuverlässig laufen. Wir haben uns für beide Varianten jeweils zwei Anbieter ausgesucht, bei denen wir uns dann entsprechende Angebote eingeholt haben:

  • Schwörer Haus
  • Bien Zenker
  • Denkinger GmbH
  • U-Haus

Kurz ein paar Worte zu unseren persönlichen Erfahrungen:

Schwörer Haus:

Wir waren Ende 2017 schon bei Schwörer und haben uns die Musterhäuser angeschaut. Da wir damals noch kein Grundstück in Aussicht hatten, haben wir uns dazu hinreissen lassen, einen Bauvertrag zu unterschreiben, um die 2017er Preise zu sichern. Ich habe allerdings auf ein kostenloses Rücktrittsrecht ohne Angabe von Gründen bestanden, sonst hätten wir das nicht unterschrieben.

Als wir dann ein Grundstück hatten, wollte der Verkäufer mit uns direkt zum Architekt gehen. Wir wollten hingegen zuerst einmal ein konkret geplantes Haus und den Preis dazu. Das war aber nicht möglich. Nachdem ich die Zusage hatte, dass beim Architekt keine Kosten für uns entstehen, haben wir uns also darauf eingelassen. Das war allerdings wie ein Ausflug in vergangene Zeiten. Der Architekt scheint noch nicht im CAD-Zeitalter angekommen zu sein. Ich hatte vor dem Termin schon recht detailliert beschrieben was wir uns vorstellen, in der Annahme dass er uns dann schon was vorbereiten kann. War leider nicht der Fall, im Gegenteil. Nach diesem Erlebnis war klar, dass wir mit Schwörer nicht weiter machen werden. Zudem haben wir in mehreren ganz konkreten Projekten aus dem Bekanntenkreis gesehen, dass die Lieferzeiten extrem lange sind.

Bien Zenker:

Wir haben uns das Musterhaus in Pfullingen angeschaut, das hat auch einen recht guten Eindruck gemacht, die Verkäufer waren sehr freundlich. Allerdings kamen dann Verkaufsmethoden zum Vorschein, bei denen wir einfach keine Lust mehr hatten mitzuspielen.

Beim zweiten Termin war auch gleich ein Finanzierungsberater dabei. Ich kann nur jedem empfehlen, rechnet ganz genau nach was euch da angeboten wird, und denkt daran was in 10 oder 15 Jahren passiert. War für uns dann keine Option mehr.

Denkinger GmbH:

Von Anfang an hatten wir hier ein sehr gutes Gefühl. Der Verkäufer war der einzige, der sich mit uns das Grundstück angeschaut hat. Er hat sich alle unsere Wünsche notiert und uns ein paar Tage später ein 3D-Modell und Grundrisse präsentiert, die schon sehr gut zu den Vorgaben gepasst haben.

Hier hatten wir das Gefühl, dass wir genau das bekommen, was wir wollen.

Denkinger hat keine Musterhäuser, sondern bietet immer wieder Schausonntage an, bei denen man frisch fertiggestellte Kundenhäuser besichtigen kann. Finden wir eine super Lösung, so kann man immer aktuelle, neue Häuser sehen, und ggf. auch  mit den Bauherren sprechen.

Die Leistungsbeschreibung ist sehr ausführlich und verständlich geschrieben. Hier hatten wir das Gefühl, dass wir ehrlich und fair beraten wurden und einen zuverlässigen Partner für unser Bauprojekt haben.

U-Haus:

Wir haben uns die Musterhäuser in Gomaringen angeschaut, die auch einen ordentlichen Eindruck gemacht haben. Der Verkäufer hat unsere Vorstellungen notiert und uns recht zügig ein Angebot ausgearbeitet. Das war dann auch wirklich gut gelungen und preislich interessant. Beim zweiten Termin wurden wir dann von einem anderen Verkäufer betreut. Auch sehr freundlich und kompetent und es gab eigentlich nichts zu meckern. Wir haben uns noch ein zweites Angebot rechnen lassen, um eine bessere Vergleichsbasis zu haben. Preislich war auch das wieder sehr gut. Trotzdem ist der Funke einfach nicht so richtig übergesprungen.

Entscheidung:

Wir haben lange zwischen U-Haus und Denkinger geschwankt, hin und her gerechnet, verglichen und verhandelt. Letztendlich haben wir uns für die Firma Denkinger entschieden. Hier hatten wir einen sehr guten Draht zum Verkäufer, ein sehr gutes Bauchgefühl, finden das Unternehmen und dessen Repräsentation sympathisch, hatten ein aktuelles Kundenprojekt direkt in der Nachbarschaft, bei dem wir selbst mitverfolgt haben, wie schnell und sauber gearbeitet wurde. Das war sicherlich auch mit ein Grund für unsere Entscheidung.