Garten und Carport fast fertig

Lange ist es schon wieder her, seit wir hier den letzten Status berichtet hatten. In der Zwischenzeit ist einiges passiert, wir waren zusammen mit unserem Gartenbauer fleißig am schaffen. Und auch unser Doppelcarport mit Fahrradraum steht inzwischen. Der war eine Maßanfertigung, musste ja genau über Eck ans Haus und aufs Grundstück passen. Deshalb – und auch aufgrund seiner Dimensionen – haben wir das dann einem Fachmann überlassen. Unser Verkäufer von Denkinger hatte da eine Empfehlung für uns, und auch gleich ein erstes Angebot eingeholt. Das hat soweit auch alles gut geklappt, die Einzelteile waren perfekt vorbereitet und der Carport war dann recht schnell aufgebaut.

Hinterm Haus hatten wir wie berichtet die Tiefbordsteine gesetzt, dann einen Großteil mit unserem Aushub verfüllt. Und letztendlich dann noch eine Schicht gute Erde aufgefüllt, auf der wir dann den Rasen eingesät haben. Der ist dann auch prächtig gewachsen und inzwischen schon schön dicht. Den Randstreifen mit den Tiefbordsteinen haben wir mit Basaltschotter aufgefüllt.

Vorm Haus haben wir einige LKW-Ladungen Schotter verarbeitet und den Unterbau für die Terrasse hergestellt. Darauf eine Schicht Edelsplitt und letztendlich dann die Terrassenplatten verlegt. Im Hofbereich mussten wir ebenfalls viel mit Schotter auffüllen und die Fundamente für den Carport herstellen. Auf der Grenzseite haben wir ein langes Streifenfundament betoniert und darauf dann nochmal eine schmalere Stützmauer betoniert, auf der dann auch der Carport aufgesetzt wurde. Auch hier dann mit Schotter den Unterbau hergestellt, eine Schicht Edelsplitt drauf, und dann (bei 34°C im Schatten) in der prallen Sonne die Betonpflastersteine verlegt.

Im Vorgarten, also zwischen Terrasse und Straße, haben wir nochmal einige Kubikmeter Boden zum Auffüllen benötigt. Auch hier haben wir wieder den guten, aufbereiteten Boden genommen, den wir hinten auch verwendet hatten. Und auch hier hat es sich bewährt, der Rasen ist super gewachsen, nahezu Unkrautfrei bis jetzt. Er wurde schon von zahlreichen Spaziergängern bewundert und bestaunt 🙂

Jetzt fehlen noch die Pflanzen. Die werden wir auch demnächst noch setzen, Herbstzeit ist Pflanzzeit. Geplant sind einige Sträucher und eine Hecke.

Und hier noch ein paar Handybilder aus den letzten Monaten:

Tiefbordsteine setzen

Um das Haus herum haben wir nun Tiefbordsteine gesetzt, um einen Spritzschutzstreifen abzugrenzen. Der wird dann später mit Basaltsteinen aufgefüllt.

Die vorhandene Erde bzw. den Aushub vom Mauergraben haben wir gleichmäßig verteilt. Den Rest füllen wir mit “besserer” Erde auf, auf der dann auch mal Rasen wachsen kann. Jetzt wäre ein paar Tage Regen durchaus hilfreich, dass der völlig ausgetrocknete, steinharte Boden etwas aufweicht und sich gleich etwas setzt.

Vor dem Haus haben wir schon die grobe Grundfläche für die Terrasse aufgeschottert.

Stützmauer

Bevor wir mit der eigentlichen Gartengestaltung anfangen können, brauchen wir eine Stützmauer, damit wir das Gelände eben auffüllen können. Daher musste zuerst wieder einmal der Bagger ran, um einen ordentlichen Graben für ein frostsicheres Fundament auszuheben. Der wurde dann wieder mit Schotter bzw. Mineralgemisch auf passende Höhe verfüllt und verdichtet.

Danach konnten wir dann die L-Steine (bzw. Mauerscheiben, mit Bewehrung) setzen und einbetonieren.

Sockelabdichtung

Bevor es mit dem Gartenbau los gehen konnte, musste noch eine mineralische Abdichtung über dem Sockelbereich angebracht werden, um den Putz vor Feuchtigkeit zu schützen. Nach Norm muss die Abdichtung mindestens 5cm über das Geländeniveau reichen.

In der Denkinger Leistungsbeschreibung steht ausdrücklich drin, dass diese Abdichtung nicht enthalten ist und bauseits erfolgen muss. Das hängt wohl damit zusammen, dass das zukünftige exakte Geländeniveau beim anbringen des Außenputzes meistens noch nicht feststeht.

Die Abdichtung habe ich daher selbst vorgenommen. Die Gipser von Wofa haben mir Knauf Sockel-Dicht empfohlen. Das habe ich dann besorgt und in mehreren Schichten mit der Rolle aufgetragen.

Als das dann durchgetrocknet war, habe ich das Ganze wieder mit der Fassadenfarbe überstrichen, die mir Wofa freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Nun fällt die Abdichtung fast nicht mehr auf, nur noch eine kleine Kante vom Abkleben ist zu sehen.

Heizung: Fehler weiter beobachten

Nachdem ich Viessmann mitgeteilt hatte, dass ich mit der gelieferten Leistung nicht zufrieden bin und nach den vielen Nachbesserungen jetzt gerne langsam eine Lösung für das Problem hätte, teile mir Viessmann mit, dass es wegen diesen genannten Fehlern “keinen triftigen Grund gibt” um den Kundendienst nochmal zu schicken. Die Fehlermeldung wäre kein Grund zur Besorgnis.

Aha…

Übersetzt interpretiere ich das jetzt als “wir haben keine Ahnung warum der Fehler kommt, aber solange die Anlage irgendwie läuft machen wir jetzt nichts mehr”.

Ab und zu tritt der Fehler also weiterhin auf. Da die Vitocal jahreszeitbedingt aber nicht so viel zu tun hat, ist das jetzt schwer einzuschätzen. Spätestens im nächsten Winter wird sich zeigen, wie sich die Sache verhält…

Heizung: Immernoch Probleme

Wieder einmal gibt es ein weiteres Kapitel in der Heizungsgeschichte zu berichten. Nachdem wir seit Monaten mit verschiedenen Problemen kämpfen, konnten immer noch nicht alle Fehler behoben werden. Zuerst hatten wir ja ein fehlerhaftes Display, dann hing das Umschaltventil, dann war der Rücklauf undicht, dann hat der Viessmann Service diverse Platinen getauscht, und jetzt vor 3 Wochen war der Techniker wieder hier und hat das Kältemittel abgepumpt, hat festgestellt dass es nur 2,0 Kg waren anstatt 2,2 Kg und hat dann wieder aufgefüllt. Seither hatten wir den Niederdruck-Fehler nichtmehr. Aber die “Störung Kältekreisregelung Wärmepumpe” ist inzwischen wieder 2 Mal aufgetreten.

Das ist wirklich eine schwache Leistung die Viessmann hier abliefert. Dass an einem komplexen System mal was kaputt geht, kann ja passieren. Aber die Häufung die wir mit unserer Vitocal haben, spricht nicht gerade für gute Qualität. Mal sehen, wie es weiter geht. Aber so langsam nervt es einfach wenn immer wieder ein Techniker an der Heizung rum basteln muss.

Nachbesserung Dampfsperre

Vor ein paar Wochen hatte ich ja von den nassen Ecken an den Außenwänden berichtet. Da eines kalten Tages wieder Kondenswasser bis zum Boden gelaufen ist an einem Eck, hat Denkinger beschlossen, nochmal die Dampfsperre und die Dämmung zu kontrollieren. Daher kam am Montag unser Bauleiter mit dem Trockenbauer, um die Decke nochmal zu öffnen und den Fehler zu suchen.

Dabei hat sich gezeigt, dass an den Stellen wo die Pfetten/Balken durch die Wand gehen, die Dampfsperre nicht geschlossen war und nicht abgedichtet wurde. So konnte die warme (=feuchte) Luft durch die Löcher im angesägten Ziegel ungehindert nach oben an die ungedämmte, kalte Holzplatte. Vermutlich war das die Ursache.

So sah das von außen aus, bevor verputzt wurde. Der Balken liegt in der Mauer, nach oben ist es nur eine Steinhöhe bis zur Holzplatte. Eine “ideale” Kältebrücke.

Nebenbei bemerkt, ich hatte damals mehrfach darauf hingewisen dass das noch abgedichtet werden sollte, solange die Decke noch offen war. Daher an alle Bauherren: Immer hartnäckig bleiben und kontrollieren, kontrollieren, kontrollieren. Wäre für alle Beteiligten einfacher gewesen, es gleich richtig zu machen. Wurde es aber nicht, daher musste jetzt nochmal in 4 Zimmern die Decke geöffnet und nachgebessert werden. D.h. die Gipskartonplatten im Randbereich wurden aufgeschnitten, ebenso die Dampfsperre. Dann wurde die Dämmung zwischen Sparren und Mauer raus genommen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Holzplatte die auf der Mauer aufliegt schon Schimmelflecken hatte. Das wurde dann mit Schimmelentferner behandelt. Um die Balken herum wurde mit Dämmschaum ausgeschäumt und die Dampfsperre verklebt. Dann wieder Dämmung zwischen Sparren und Mauer gestopft und die Dampfsperre zugeklebt. Dann wieder Gipskarton drauf geschraubt und verspachtelt. Am Dienstag kam der Maler um wieder alles ansehnlich zu machen. Danach war erstmal putzen angesagt. Der Staub der Dämmwolle hatte sich überall verteilt.

Ob das nun alles fachlich korrekt ist, sei mal dahingestellt. Dass das Holz über der Mauer schimmelt, ist auch nicht besonders beruhigend. Jetzt müssen wir uns erstmal gedulden, bis es das nächste Mal richtig kalt wird. Dann werden wir sehen ob das Problem mit den nassen Ecken gelöst ist. Aber vielleicht ist das erst im nächsten Winter der Fall.

Heizungsprobleme

Wie schon berichtet, hatten wir ja Anfangs ein Problem mit dem 3-Wege Umschaltventil, das sich aber einfach beheben ließ. Der Druckverlust im Heizkreis wurde auf das Ausdehnungsgefäß zurückgeführt. Das sollte sich allerdings relativ schnell als falsch herausstellen. Eines Abends stand die Heizung inmitten einer großen Pfütze im Keller. Wie man die Vitocal öffnet wusste ich ja dank dem Fehler am Umschaltventil nun schon. Ganz selbsterklärend ist das nämlich nicht. Ein Blick in das Innenleben offenbarte dann einen tropfenden Schlauch im Rücklauf und eine komplett durchtränkte Dämmung am Boden der Vitocal. Das wurde dann glücklicherweise gleich am nächsten Tag behoben. Nicht behoben werden konnten allerdings die Fehler die sich immer wieder in der Meldungshistorie zeigen. Daher wurde der Viessmann Kundendienst angefordert. Das hat dann ein paar Wochen gedauert, letzte Woche war er nun also bei uns und hat einige Leiterplatten und das Bedienteil inkl. Display (warum auch immer, das ist jetzt schon das dritte Display…) getauscht. Damit waren sämtliche Einstellungen, Statistiken und Zählerstände verloren. Die ganzen Einstellungen wurden gesichert bevor die alten Teile ausgebaut wurden. Allerdings mussten die Parameter in der neuen Steuerung dann händisch verglichen und geändert werden. Dass Viessmann hier keine Import/Export Funktion spendiert hat, konnte ich ja kaum glauben. Seither läuft die Heizung zumindest ohne Komplettausfall. Aber am Wochenende habe ich einen Blick in die Meldungshistorie geworfen und festgestellt, dass das Problem damit noch nicht gelöst ist, die Fehlermeldungen sind wieder da. Da muss Viessmann wohl nochmal ran…

Jaja, die Telekom…

Heute gibts mal was aus der Kategorie “Kurioses” zu berichten. Heute kam ein netter Brief von der Telekom, in dem man uns mitteilt, dass unser Hausanschluss jetzt fertig gebaut ist. Man bemerke, der Hausanschluss wurde Anfang August, also vor über einem halben Jahr gebaut. Da hat die Telekom wohl eine ganz schön lange Leitung. Natürlich kam der Brief an die alte Adresse. Wer kann denn schon ahnen, dass das Haus fertig gebaut ist, bevor die Telekom den Hausanschluss fertig gebaut hat…

Leider gibt es auch keine Emailadresse vom Telekom Bauherrenservice, so dass nur der Anruf bei der (wenigstens kostenlosen) Hotline bleibt. Nach 12 Minuten Warteschleife war das Problemchen dann in 2 Minuten gelöst. So wurde es zumindest versprochen. Ich bin gespannt an welche Adresse der nächste Brief verschickt wird…

Nasse Ecken

Leider gibt es wohl keinen Hausbau ohne Probleme oder Mängel. Heute berichte ich von einem Problem das uns schon eine Weile beschäftigt. Es geht um Ablaufspuren von (vermutlich) Kondenswasser an der Fassade. Das Ganze fing an, als die Gipser den Außenputz aufgebracht hatten. Plötzlich waren an allen 4 Hausecken Wasserspuren zu sehen, deren Ursprung bis heute nicht abschließend geklärt ist.

So sah das vordere linke Eck aus bevor der Putz aufgebracht wurde. Auf der rechten Seite sieht man den äußersten Balken, der direkt neben der Mauer liegt. Oben drüber ist ein Brett, welches von diesem Balken bis zur Dachaußenseite geht und damit den seitlichen Dachvorsprung bildet. Was auf diesem Bild auffällig ist, sind die rot-braunen Ablaufspuren welche an der Unterseite dieses Brettes verlaufen.

Dann wurde der Putz aufgebracht, und es bildeten sich Ablaufspuren an der Hauswand entlang bis nach unten auf den Boden. Das Wasser, das von oben kommt, kann jetzt also nichtmehr ungehindert am Brett entlang bis zum Trauf laufen, sondern bleibt am Übergang zum Außenputz hängen und läuft dann dort nach unten.

Dann wurde der Außenputz gestrichen, und es sah ein paar Wochen gut aus, allerdings war es auch nicht kalt draussen in dieser Zeit. Nun hatten wir nachts wieder Temperaturen um -4 bis -7 Grad, und die Ablaufspuren sind wieder da. Davon abgesehen sieht dieses Eck sehr gammelig aus, man sieht dass hier der Untergrund feucht ist und es schon Ablösungen gibt.

Die Frage ist nun, woher das Wasser kommt. Da es unterhalb der Unterspannbahn ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass es Kondenswasser ist, das von innen kommt.

Seitens Denkinger wurde bereits eine Bohrung von oben durch das Brett gemacht (allerdings nicht an diesem am stärksten betroffenen Eck) und die Dämmung und Unterspannbahn kontrolliert, was aber zu keinem Ergebnis führte. Die Dampfsperre auf dem Dachboden wurde nochmal sauberer abgedichtet und die Innenwände auf dem Dachboden wurden verputzt. Das Problem wurde damit allerdings offensichtlich nicht gelöst.

Die Frage bleibt also, woher kommt das Wasser und wie kann man es dauerhauft verhindern.

Aus meiner ganz persönlichen Sicht als bautechnischer Laie mit ausgeprägtem technischen und physikalischen Sachverstand, passiert folgendes: Die Außenmauer besteht aus Poroton-Ziegel, welcher Feuchtigkeit aufnimmt. Die Feuchtigkeit steigt in der Mauer in Form von Wasserdampf auf und hat eine höhere Temperatur als die Außenluft, denn der Dachboden ist indirekt beheizt und wärmt damit die Mauer von innen auf. Auf der Maueroberseite wurde ein Glattstrich angebracht, der die Ziegel mehr oder eher weniger gut verschliesst da er auch Risse aufweist. Direkt darauf liegt das Holzbrett, das dann bis zur Traufkante nach unten führt. Dazwischen gibt es keinerlei Isolierung und das Holzbrett ist geschlossen. Der Dampf steigt also durch die Mauer auf und trifft dann auf das eiskalte Holzbrett, welches unter der Unterspannbahn liegt und somit Außentemperatur hat. Der Wasserdampf kann durch das geschlossene Holzbrett nirgends entweichen und kondensiert an dem kalten Brett. Das Kondensat läuft dann am Brett entlang nach unten bis es irgendwo austritt, in diesem Fall am Übergang zur vorderen Außenwand.

Hier nochmal Bilder aus der Bauphase. Hier sieht man die Maueroberseite und den äußersten Balken:

Und hier der rissige Glattstrich:

Um das Problem zu beheben, fallen mir nur relativ aufwändige Lösungen ein. Man könnte z.B. in das Holzbrett Schlitze oder Löcher sägen, damit der Dampf durch das Brett und durch die Unterspannbahn entweichen kann.

Als weitere Möglichkeit, könnte vielleicht die Maueroberseite unter dem Holzbrett abgedichtet werden. Dann könnte der Dampf nicht nach oben austreten. Allerdings evtl. dann dafür seitlich zwischen Balken und Mauer. Oder man könnte die Mauer ein Stück abtragen und durch Dämmung ersetzen. Das wäre allerdings ein größerer bautechnischer Eingriff.

Mal sehen wie die Fachleute von Denkinger das Problem nun weiter angehen werden. Es muss definitiv behoben werden, auch wenn es aufwändiger werden sollte, denn so kann es nicht bleiben. Die Frage die sich mir stellt ist allerdings, warum es überhaupt so gekommen ist. Häuser aus Porotonziegel werden schon seit vielen Jahrzehnten gebaut, auch bei Denkinger, da sollte doch ein konstruktiver Fehler eigentlich ausgeschlossen sein?!

Falls hier jemand mitliest der vom Fach ist, schreibt mir doch gerne eure Meinung dazu mal. Vielleicht liegt meine Vermutung ja auch komplett daneben…